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16. DEZEMBER 2018
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Bach in Bielefeld

Es weihnachtet sehr


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Susanne Strauch-Labitzky

Eine Stimme unter vielen
Sie singt im Sopran. Auch, wenn sie lieber unter den Altstimmen stehen würde. „Das ist einfach die interessantere Stimmlage“, sagt Susanne Strauch-Labitzky mit einem Lachen. Sie hadert nicht wirklich damit. Dafür singt sie viel zu gerne. „Musik begleitet mich mein ganzes Leben“, erzählt die 49-Jährige. Seit fünf Jahren ist sie eine der 140 Stimmen des Oratorienchores und bereits zum dritten Mal am Weihnachtsoratorium beteiligt. Eine Premiere gibt es für sie dieses Jahr trotzdem: „Die Bach-Kantaten vier bis sechs habe ich vorher noch nicht gesungen, aber ich stehe ja nicht allein als Solistin auf der Bühne.“
Der Wunsch nach vielen Jahren Pause wieder in einem Chor zu singen, begleitete die Bielefelderin eine ganze Weile. Nach einem Konzert vom Musikverein, das sie mit einer Freundin besucht hatte, war es dann soweit. „Wir haben unabhängig voneinander festgestellt, dass das jetzt zeitlich drin sein müsste“, erinnert sie sich. Gesagt, getan. „Oratorien sind einfach mein Ding.“ Seitdem singen die Freundinnen beide im Oratorienchor. „Sie bei den Altstimmen, ich beim Sopran“, freut sich Susanne Strauch-Labitzky, die seit 16 Jahren in Bielefeld zuhause ist.

Üben, üben, üben
Am Oratorienchor selbst schätzt sie weit mehr als nur das Repertoire. Ein Riesiges noch dazu, wie die gebürtige Fränkin immer wieder feststellt. „Es geht zügig voran, da natürlich viele Chormitglieder schon seit Jahren dabei sind“, so Suanne Strauch-Labitzky. Dennoch ist der Einstieg auch für neue Sängerinnen und Sänger einfach. „Man kann donnerstags zur Chorprobe ins Ratsgymnasium dazukommen, zuhören oder gleich – nach der Zuordnung der Stimmlage – mitsingen“, sagt die Bielefelderin. Für sie sind die wöchentlichen Proben längst ein freiwilliges Muss. „Egal wie stressig der Tag war, ich spät dran bin oder mich geärgert habe“, sagt sie. Schon beim Einsingen – jede Chorprobe beginnt mit einem Kanon, den Chorleiter Hagen Enke vorsingt – ist der Alltag wie weggewischt und die Konzentration für das Singen da. „Das Singen packt mich und macht meinen Kopf frei“, unterstreicht Susanne Strauch-Labitzky. Und so muss sie sich nicht wirklich motivieren, auch jenseits der Proben mal zu üben.

140 Stimmen erklingen
„Da ich als Kind Klavier gespielt habe, kann ich glücklicherweise vom Blatt nach Noten singen“, sagt die 49-Jährige, die – hätte sie einen Wunsch und einen Platz in ihrer Wohnung frei – durchaus mit einem Klavier liebäugeln würde. Stattdessen tippt sie für den ersten Ton einfach auf ihr Tablet oder legt eine CD ein. Auch das geht. Die Stimmbildung beim Oratorienchor gibt es natürlich Face to Face statt per Mausklick. Sie findet immer parallel zur Chorprobe statt. „Es geht reihum, jeder ist mal für ein Viertelstündchen dran“, so die Sängerin, die sich zwischendurch auch Konzerte anderer Bielefelder Chöre anhört und gern Opernaufführungen besucht. Neben großer Vorfreude schwingt vor den eigenen Auftritten immer auch positive Anspannung mit. „Da ist immer noch eine Steigerung zur Generalprobe drin“, so Susanne Strauch-Labitzky, die sich darauf freut gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern aufzutreten. „Das ist ein unglaublich nettes Geschenk“, so die Frau, die donnerstags nie kann.




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