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26. MAI 2017
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Pudding’s coming home!

20 Jahre Bielefelder Kabarettpreis


Puddingstadt Bielefeld. Klare Sache, wie da die Trophäe beschaffen sein muss. Seit 20 Jahren dürfen sich die Sieger des Bielefelder Kabarettpreises den Pudding an die Wand nageln. Eine echte Erfolgsgeschichte. Für die Teilnehmer, die sich mit ihrem Debütprogramm präsentieren und danach oft so richtig durchstarten. Für die Organisatoren, die einen heiß begehrten Preis ins Leben gerufen haben. Das Jubiläum feiern sie jetzt gemeinsam – mit einer großen Gala in der Rudolf-Oetker-Halle.

Volker Surmann

Moderator & Multifunktionssatiriker
Ein extrem guter Riecher für neue Talente. Und eine ungewöhnliche Idee. So in etwa lassen sich die Zutaten ihres Erfolgsrezepts beschreiben. Ausgerechnet in einer Zeit, als beinahe täglich ein neuer Kabarettpreis ausgelobt wurde, rührten Ingo Börchers und Volker Surmann den ersten Pudding an. Und lagen damit goldrichtig. Ihr Ansatz, nur junge KünstlerInnen mit ihrem Debütprogramm einzuladen, ist in der deutschen Kabarettszene nach wie vor einzigartig. Als die beiden Bielefelder das Konzept entwickelten, standen sie selbst als Mittzwanziger am Anfang ihrer Karriere. Trieben sich regelmäßig bei Kabarettpreisen rum. „Einer in Österreich war besonders chaotisch organisiert“, erinnert sich Volker Surmann schmunzelnd. „Aber er hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht, weil er sich an den Nachwuchs gerichtet und Begegnungen mit anderen jungen Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht hat. Da haben wir uns gedacht: Das geht doch vielleicht auch besser organisiert. Diese Lücke wollten wir füllen und sind dorthin gegangen, wo es in Deutschland noch keinen Preis gab.“



Tierischer Bammel
Sowohl der Preis als auch Volker Surmann sind seitdem längst den Kinderschuhen entwachsen. Dennoch kann sich der Exil-Ostwestfale, den es vom Bauernhof im Teutoburger Wald nach Berlin verschlagen hat, noch gut an seine eigenen Anfänge erinnern. „Bereits während meiner Schulzeit habe ich mir gerne Kabarett angeschaut und die Gründung einer Kabarett-AG angeregt – und schon war ich drin. Dann habe ich einfach weitergemacht und mit dem Duo ‚Der Rest‘ das Studium in Bielefeld finanziert. Meine allererste Bühne war die Cafeteria im Gymnasium. Ich war immer furchtbar nervös und hatte tierischen Bammel vor Texthängern. Wie sich herausstellte, zu Recht“, lacht Volker Surmann. „Wir stehen jetzt alle schon lange auf der Bühne, aber wie es so war ganz am Anfang verlieren wir nicht aus dem Blick.“

Das richtige Gespür
Er weiß auch, dass man sich seine Künstlerpersönlichkeit erst erarbeiten muss. So wie er selbst, der sich vom Kabarettisten zum (Lesenbühnen-)Autor gewandelt hat. „Auch viele der Preisträger haben sich noch sehr verändert und große Sprünge gemacht. Aber alle, die mal gewonnen haben, stehen noch auf der Bühne.“ Genau das ist der beste Beweis für den eingangs erwähnten guten Riecher der Organisatoren, die in der ersten Dekade etwa zukünftige Stars wie Bülent Ceylan und Bodo Wartke entdeckt haben. In den letzten zehn Jahren haben Volker Surmann ganz besonders Team & Struppi beeindruckt. „Mit ihrem Tempo und der anderen Art des Spiels haben sie das Kabarett aufgemischt. Cool und smart, dabei politisch und sehr, sehr böse. Überhaupt kamen die Innovationen zuletzt eher aus dem Bereich Poetry Slam.“ Oft hatte der Ex-Bielefelder das richtige Gespür, wer das Zeug zum Star hat. „Manche sind marktgängig, andere dagegen versponnener. Das ist nicht fernsehtauglich und erobert dann auch nicht die großen Hallen.“ Bei der Gala steht Volker Surmann jedenfalls selbst auf der großen Bühne. Gemeinsam mit Ingo Börchers moderiert er den Abend. „Es ist beeindruckend und aufregend, in der Oetkerhalle aufzutreten, darauf freue ich mich sehr.“
neu.volkersurmann.de





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