Achtung! Diese Seite verwendet Cookies.

Wenn Sie keine Cookies verwenden wollen, ändern Sie bitte die Einstellung in Ihrem Browser.
26. MÄRZ 2019
Suche
stadtleben > schwerpunkt

Starke Szene(n)

Kulturgala Bielefeld


Musik und Tanz, Schauspiel und Grafik, Film und Literatur: Bielefeld ist eine Stadt mit bemerkenswerter künstlerischer Vielfalt. Das beweist einmal mehr die 5. Kulturgala auf der Bühne des Stadttheaters. Wir waren neugierig und laden mit Marcus Miesler, Agnetha Jaunich, Juri Beier und Marcus Langer zur Preview ein.




MARCUS MIESLER 
Singen mit dem Extrachor
Er verdankt dem Extrachor zwei große Lieben: „Ich habe dort nicht nur die Oper kennen und lieben gelernt, sondern auch meine Frau Nicole“, sagt Marcus Miesler. Er ist eine Stimme des Extrachors, der bei zahlreichen Produktionen des Theaters Bielefeld neben dem professionellen Opernchor im TAM oder im Stadttheater zum Einsatz kommt. „Natürlich immer abhängig von den Probenphasen und Stücken, an denen wir als Extrachor beteiligt sind“, erklärt Marcus Miesler. „Es gab schon Spielzeiten, wo drei Produktionen parallel liefen, da stehen wir dann mehrfach pro Woche auf der Bühne.“ Mit einem Stück aus „Aida“ und „Eliah Rock“ präsentiert sich der Extrachor jetzt zur Eröffnung der Kulturgala mit seinem Können. Singen und Spielen sind seine Leidenschaft. Die Premiere mit dem Extrachor, in dem von Studierenden bis zu 70-Jährigen alle Altersgruppen vertreten sind, feierte der 51-Jährige vor mittlerweile 16 Jahren. „Das werde ich nie vergessen“, stellt er rückblickend mit einem Schmunzeln fest. Aufgeführt wurde „Jenufa“ von Leoš Janáček. Mehrere Herausforderungen inklusive. Marcus Miesler stand nicht nur das erste Mal auf der Bühne, er musste auch noch tschechisch singen. „Das Gute, ich habe dadurch das Singen in allen Facetten kennengelernt.“


DROGE THEATER 
Heute ist das Theater sein Lebensmittelpunkt. Ohne Wenn und Aber. „Ich bekomme etwas wieder, was ich mir für kein Geld der Welt kaufen kann“, sagt der 51-Jährige, der selbständig ist und eine Werbeagentur leitet. Manchmal ist es für ihn nicht einfach, Beruf und die Leidenschaft für den Extrachor unter einen Hut zu bekommen. „Aber es erfüllt mich sehr und gibt mir sehr viel Kraft fürs Leben.“ Immer wieder aufs Neue intensiv in ein Stück hinein zu wachsen, füllt ihn aus. „Ich lerne es mit jeder Faser zu lieben. Und, die Premiere, der Schlussapplaus, der Blick in die jubelnde Menge – das sind Gefühle, da nimmt man jeden Weg auf sich“, erzählt er begeistert. Dabei hätte alles anders laufen können. Schließlich war er vor 16 Jahren lediglich auf der Suche nach einem Stimmbildner. Die Idee, ein Gesangslehrer könnte der perfekte Partner dafür sein, führte ihn schließlich zum Theater. „Schon nach wenigen Wochen Gesangsunterricht fragte man mich, ob ich nicht beim Extrachor, vorsingen wolle“, erinnert sich der gebürtige Rietberger, der früher Querflöte gespielt und auch in Chören gesungen hat. Und verrät: „Ich hatte von dem Chor noch nie gehört.“

MAN DARF GEBEN
Er war begeistert, stieg beim Extrachor ein. Fünf Jahre schulte er seine Stimme mit privatem Gesangsunterricht. Und kann es auch heute manchmal nicht fassen, dass er Teil des Chores ist. „Es ist eine große Besonderheit des Extrachores, dass wir mit professionell ausgebildeten Profis, dem Orchester und Solisten auf hohem Niveau auf der Bühne agieren“, stellt er immer wieder fest. Eine Spur Nervosität vor jeder Premiere gehört dazu. „Die sorgt für Konzentration, um punktgenau alles zu geben“, so Marcus Miesler. „Dann merkt man auch, dass etwas im Publikum passiert.“ Der besondere Live-Moment fesselt ihn jedes Mal aufs Neue. So, wie beim aktuellen Stück „Dead Man Walking“, an dem der Extrachor beteiligt ist. „Und mit ‚Aida‘ zeigen wir zur Eröffnung der Kulturgala einen Ausschnitt aus einer extrem tollen Inszenierung, mit aufwändigen Kostümen und Bühnenbild“, freut sich Marcus Miesler, für den die Kulturszene – nicht nur in Bielefeld – eine Herzenssache ist.





HIER ONLINE BLÄTTERN

Werbung
Spezial
Frage des Monats
.
Gewinnspiele
Facebook
Weitere Magazine