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16. AUGUST 2018
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Wir wollen raus!

Ferien in Bielefeld


Keine Frage: Der Wackelpeter ist der Höhepunkt im Kinderkulturkalender. Aber auch vor dem Ende der Sommerferien gibt es viel zu erleben. Drinnen wie draußen. Wir stellen BielefelderInnen vor, die Kinder mit ins Beet und in den Kinosaal nehmen oder ihnen die Leine in die Hand geben.


Hans-Peter Rahe
Ab ins Beet
Pfingstrosen, Judaskraut, Rittersporn, brennende Liebe – allein die Namen klingen in vielen Kinderohren verlockend nach und wecken das Interesse. „Kinder finden es spannend, die Pflanzen und Kräuter kennenzulernen und zu erfahren, warum sie diese Namen tragen“, sagt Hans-Peter Rahe, der während der (Groß-)eltern-Kind-Nachmittage im Bauerngarten des Bauerhausmuseums mit Fragen gelöchert wird – und geduldig antwortet.

Die Idee hinter dem generationsübergreifendem Angebot bringt der 65-Jährige auf den Punkt: „Es geht darum, gemeinsam etwas zu tun und zu erfahren, wie es früher war.“ Mitmachen, gestalten und Wissen weitergeben – das ist es, was ihn motiviert. Unter seiner Anleitung geht es nicht zuletzt deshalb auch tatkräftig zur Sache. Die Kinder erleben, wie man den Boden mit Grubber und Harke lockert, Samen aussät oder Sämlinge angießt. „Das, was wir tun, hängt natürlich von der Jahreszeit ab, zu der die Kinder mit ihren Großeltern kommen“, erklärt Hans-Peter Rahe. Der Stauden-, Gemüse-, Gewürz- und Heilkräutergarten sowie die Flachsaussaat, die den Bauerngarten auszeichnen, liefern dafür neben viel Aktionsfläche immer auch reichlich Gesprächsstoff.

Altes neu entdecken
Der gemeinsame Austausch – auch über die Tätigkeit – verbindet und schafft Anknüpfungspunkte. Sätze wie „Daran kann ich mich noch gut erinnern“ hört Hans-Peter Rahe besonders häufig. Natürlich auch dann, wenn eine Handvoll Erbsen gepflückt, aus der Schote gepult und gegessen werden. „Die Kinder bekommen ganz große Augen, weil sie das meist noch nie getan haben. Viele werden gar nicht mehr so naturnah groß“, so der Bielefelder, dessen grüner Daumen nicht nur im Bauernhausmuseum, sondern auch im eigenen Schrebergarten gefragt ist. Die Begeisterung der Kinder zu erleben, ist für ihn eine besondere Bereicherung.

Gemeinsame Zeit
Seine Begeisterung fürs Grün pflegt Hans-Peter Rahe, der in Bethel zunächst eine Gärtnerlehre absolvierte, aber dort dann 40 Jahre lang in der Pflege tätig war, seit drei Jahren im Bauernhausmuseum. Immer montags trifft sich die 3-köpfige Gartengruppe. Die Ehrenamtlichen kümmern sich um den Bauerngarten. Alte Sorten wie Phlox, Lupinen, Malven haben sie wieder behutsam in die buchsgesäumten Beeten integriert. „Es summt, surrt und duftet bei uns“, so Hans-Peter Rahe auch mit Blick auf den Kräuter- und Gemüsegarten mit mehreren Kartoffelsorten, Erbsen, Spinat und Kohlrabi. „Der Garten braucht Zuwendung – so wie die Kaninchen, die die Kinder mit dem Grün füttern dürfen, wenn sie bei uns sind“, schlägt Hans-Peter Rahe den Bogen. Die Hühner üben ebenso wie das Bienenhaus ihre Faszination aus. Auch da nimmt sich der Bielefelder Zeit, schaut gemeinsam mit den Kindern genau hin. „Dieses Innehalten hat einfach eine andere Qualität“, so seine Erfahrung. Und so ist auch ein Abstecher zum historischen Webstuhl drin. Denn schließlich interessiert es die Kinder, was aus dem Flachs wird. „Spätestens wenn man ihnen dann ein Leinenhemd zeigt, ist ihnen klar, was für ein Aufwand dahinter steckt“, betont Hans-Peter Rahe, der natürlich auch den aus Kindersicht coolsten Platz im Bauerngarten kennt: Die große Hainbuchenlaube.
9.8. Gartentag im Bauerngarten, (Groß)-Eltern-Kind-Aktion, ab 5 Jahren, 14-16 Uhr



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