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18. JANUAR 2019
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Bielefelder planen neu

Alles auf Anfang


Neues Jahr, neues Glück. Etwas hinter sich lassen und nach vorne schauen. Dafür braucht es keinen Jahreswechsel. Der Mut und Wille zu handeln, ist der Motor für Veränderungen. Wir haben drei BielefelderInnen getroffen, die von ihrem persönlichen Neuanfang erzählen.



Lena Jeckel
Doppelter Neustart
Die Entscheidung ist ihr nicht leichtgefallen. „Ich habe lange damit gehadert“, verrät Lena Jeckel, „wusste aber, dass es richtig ist.“ Der Bunker Ulmenwall, in den sie viel Zeit, Liebe und Leidenschaft investiert hat, ist für sie ein echtes Herzensprojekt. „Außerdem mag ich das Team und sein Engagement für die Kultur sehr. Wir sind fest zusammengewachsen, weshalb es mir so schwerfällt, hier rauszugehen.“ Doch dieses besondere Angebot konnte sie einfach nicht ablehnen. Exakt zum Jahresende 2018 hat sie als Geschäftsführerin gekündigt, um im Februar einen Neustart zu wagen: als Fachbereichsleiterin Kultur in Gütersloh. „So eine Chance bekommt man nicht noch einmal“, ist sich die Bielefelderin sicher. Schon gar nicht in der Nähe ihrer Heimatstadt; und die möchte sie schon allein deshalb nicht verlassen, damit ihr Sohn im vertrauten Umfeld bleiben kann.

Neue Herausforderungen
Ihren neuen Aufgaben blickt die 35-Jährige mit großem Respekt, aber auch selbstbewusst entgegen. „Veränderungen sind immer unangenehm, weil man vertrautes Terrain verlässt. Aber ich freue mich auf diese Herausforderung. Ich weiß, dass ich anfangs sehr viel lernen muss, aber auch, dass es machbar ist.“ Lachend ergänzt sie: „Das wird mehr als Jazz. Aber kulturelle Bildung und Jazz werden ein Schwerpunkt für mich bleiben, das ist authentisch.“ Doch die Dipl.-Pädagogin und Musikerin, die als Bassistin unter anderem in der Formation Electric Ulmenwall spielt, schaut gerne über den Tellerrand. Ob Kunst oder Theater, sie ist kulturell breit aufgestellt und an allen Sparten interessiert.
Dass sie auch vor schwierigen Aufgaben nicht zurückschreckt, hat sie mit der Übernahme der Bunker-Geschäftsführung von Carsten Nolte 2013 ohnehin bewiesen. Zwar wird der Bunker für seine herausragenden Konzerte und seine Jugendarbeit hoch geschätzt, ist aber chronisch unterfinanziert. Mit nur einer halben Stelle, aber vollem Einsatz und dem engagierten Team konnte Lena Jeckel dennoch viel bewegen. „Aber ich bin immer wieder an Grenzen gekommen, weil Kultur nicht so gefördert wird, wie sie es verdient, und Angestellte nicht so bezahlt werden können, wie es richtig wäre.“

Neugierig auf Neues
Dass sie dem Bunker zukünftig verbunden bleiben wird, steht für die Bielefelderin fest. Schließlich spielt er in ihrem Leben schon lange eine wichtige Rolle – vom Mädchenmusikprojekt bis zu ersten Auftritten als Jugendliche. „Gerade in digitalen Zeiten sind solche Orte des direkten Austausches total wichtig für junge Leute, hier können sie sich ausprobieren.“ Auch als Geschäftsführerin konnte sich Lena Jeckel hier gewissermaßen „ausprobieren“. Sie hat reichlich praktische Erfahrungen gesammelt, wie man ein Team führt und Projekte anstößt. Und in ihrem Zweitjob als Dozentin hat sie bereits Neustrukturierungen begleitet. Genau diese Aufgabe kommt jetzt in Gütersloh auf sie zu, wenn die Kultur nicht mehr mit Sport zusammen einen Fachbereich ausmacht. „Das führt zu einer personellen Umstrukturierung“, so die zukünftige Fachbereichsleiterin, „ und zu der Chance ein neues Kulturamt aufzubauen.“




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