Achtung! Diese Seite verwendet Cookies.

Wenn Sie keine Cookies verwenden wollen, ändern Sie bitte die Einstellung in Ihrem Browser.
24. MÄRZ 2019
Suche
stadtleben > schwerpunkt

Starke Szene(n)

Kulturgala Bielefeld


Seite 2 von 3 Seiten


 


AGNETHA JAUNICH + JURI BEIER  
Feedback Kollektiv performt
Der Blick über den Tellerrand ist Programm. Schon die ungewöhnliche Zusammenstellung des Feedback Kollektivs macht klar: Hier haben sich Menschen gefunden, die Spaß an interdisziplinären Kunstformen und neuen Medien haben. Kennengelernt haben sich Agnetha Jaunich (Tanz, Schauspiel), Juri Beier (Schlagzeug/Visuals) und Florian Wessels (Schauspiel) durch das Theaterlabor. Sie sind der feste Kern, um den sich ein Schwarm anderer Künstler formiert. Im Fall der Performance „TRANCEdigital“ der Sounddesigner und Videokünstler Joel Köhn. „Wir gucken für jede Produktion nach anderen künstlerischen Positionen“, erklärt Agnetha Jaunich. „Das hat Forschungscharakter. Gerade durch die verschiedenen Sparten ist das ein sehr befruchtender Prozess. Wir wollen uns sowohl mit zeitgenössischer Bühnenkunst als auch zeitgenössischen Themen auseinandersetzen. Deshalb ist Digitalisierung unbedingt ein Thema: Wie kann es dadurch neue Impulse für die Kunst geben?“ Auch Juri Beier schätzt es, immer wieder Neuland zu betreten. Und so beschäftigt sich der Schlagzeuger für die aktuelle Performance mit Visualisierungen. Lachend resümiert er: „Wir sind ein Zusammenschluss verschiedenster Kreativkünstler und immer am Puls der Zeit.“

LEBEN OHNE SCHLAF 
Kein ausgesprochenes Neuland ist für die beiden Bielefelder dagegen die Kulturgala. Das Feedback Kollektiv feiert hier zwar seine Premiere, aber Agnetha Jaunich hat schon mit dem Theaterlabor auf der Bühne des Stadttheaters gestanden und Juri Beier mit den Bands Franquee und Tree of Life. Überhaupt kommt ihnen das Format sehr entgegen, schließlich setzt auch die Kulturgala darauf, die ganze Vielfalt der Kulturszene und insbesondere alle Sparten abzubilden. Bei der mittlerweile 5. Kulturgala zeigt das Feedback Kollektiv einen Ausschnitt aus der neuen Produktion „TRANCEdigital“. Eine konzertant-mediale Performance über die Utopie/Dystopie eines Lebens ohne Schlaf. Inspiriert von Haruki Murakamis Erzählung „Schlaf“, aber auch von der Trance-Techno-Szene, die sich zu konstanten Beats in Trance tanzt.

DIE NÄCHSTE EVOLUTIONSSTUFE 
Durch das Lösen von allen körperlichen Bedürfnissen und die Fokussierung auf das bloße Sein versuchen die Menschen seit jeher ihr Bewusstsein zu erweitern, ihren Geist vom Körper zu lösen und in eine tiefe Trance zu fallen. Wäre der nächste Schritt vielleicht unser Bewusstsein direkt in die Cloud hochzuladen? Der Ort, an dem nur noch Geist existiert, kein Körper mehr nötig ist, ein transzendentaler Lebensraum? In „TRANCEdigital“ vermischen und beeinflussen sich Text, Tanz, Musik und Projektionen miteinander. Die Projektionen werden ausgelöst durch die Schläge des Drummers, die Bewegung reagiert auf die Musik, die Musiker werden inspiriert durch die Aktionen der Darsteller. So entsteht ein Sog, der das Publikum in eine andere Welt entführt. Die größte Herausforderung bei der Kulturgala dürfte es sein, die Zuschauer in nur 10 Minuten in Trance zu versetzen. „Es ist ein Anfüttern“, sagt Juri Beier schmunzelnd, „ein Appetithappen, um neugierig zu machen auf das ganze Stück.“ Genau das können alle Interessierten übrigens am 10. & 13.3. um 20 Uhr im Nr. z. P. erleben. Und auch das nächste Projekt ist bereits in Planung; es soll sich um das ebenfalls hochaktuelle Thema Identität drehen.



HIER ONLINE BLÄTTERN

Werbung
Spezial
Frage des Monats
.
Gewinnspiele
Facebook
Weitere Magazine