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18. AUGUST 2017
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Bielefeld macht sich schlau

Geniale


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Prof. Claas Wegner
Findet Nemo

Spätestens seit Disneys „Findet Nemo“ weiß jedes Kind, wie ein Clownfisch aussieht. Er ist orange mit feinen weißen und ein paar schwarzen Streifen – und in Wirklichkeit viel kleiner als im Film. Was allerdings nicht jeder weiß, ist, dass dieser kleine Fisch und seine besondere Beziehung zu Seeanemonen nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Industrie große Erkenntnisse bringt. „Aber wir wollen jetzt noch nicht alles verraten“, lacht Prof. Claas Wegner, der zusammen mit seinen Mitarbeitern mit dem Workshop „Findet Nemo“ Kinder und Jugendliche bei der diesjährigen Geniale für die Biologie begeistern möchte. Natürlich geht's mit den Kids auch in den Keller der Uni, denn dort steht die Meerwasseranlage, die 20-22.000 Liter Wasser fasst. Es wird viel Aufwand betrieben, um die gleichbleibende Wasserqualität in den Becken zu erhalten, damit sich die Tiere wohlfühlen. Selbstverständlich wird mit den Tieren nicht experimentiert. Sie werden artgerecht gehalten und von drei ausgebildeten Zootierpflegern betreut.

Der Hummer gewinnt immer
Die Anlage hat Claas Wegner selbst entwickelt. Sie ist Heimat von Nordseelebewesen und auch einigen Exoten wie blauen Demoisellen oder eben Nemo – Fische, die sonst eher in tropischen Gewässern unterwegs sind. Auch die Kleingefleckten Katzenhaie sind Gegenstand der Forschung. „Wir möchten den Kindern zeigen, dass die Schuppen der Haie etwas ganz Tolles sind“, sagt der Biologe. „Ihre Schuppen haben einen großartigen aerodynamischen Effekt und sind Vorbild für Flugzeuge oder ICEs. Viele denken, dass sich die Haie glitschig anfühlen, aber ihre Haut ist eher wie Schmirgelpapier beschaffen.“ Heimlicher Star ist jedoch der Hummer, der im Gegensatz zum Menschen ein außenliegendes Skelett hat. In seinen Scheren steckt viel Kraft. „Das merken die Kinder bei einem ungefährlichen Kampf. Sie benutzen zwei Finger und ich lasse den Hummer für mich antreten und er gewinnt immer“, freut sich Claas Wegner, für den es mittlerweile die dritte Geniale ist.



Entdeckergeist fördern
Für den gebürtigen Bielefelder ist es immer wieder spannend, wie die Kids auf Themen aus der Biologie reagieren. Komplexe Zusammenhänge so aufzubereiten, dass sie für Kinder verständlich sind, gehört zu seiner täglichen Arbeit. Denn auch außerhalb der Geniale hat der Biologiedidakt viel mit Kindern zu tun. So richtet sich beispielsweise das Projekt Kolumbus-Kids an begabte Schülerinnen und Schüler. Bei „Biologie hautnah“ begeistert er Schulklassen und außerdem arbeitet er auch mit Hochbegabten zusammen und hat dabei schon so manches wissenschaftliche Talent entdeckt, das jetzt an der Uni studiert. Sein Faible für sein Fachgebiet ist im positiven Sinne ansteckend. Bald geht es für den Forscher nach Südamerika. Dort wird er mit Haien tauchen. Und die haben ein anderes Kaliber als die Katzenhaie im Becken der Uni.

21.8., 9 Uhr, 22.8., 10 & 15 Uhr, 23.8., 10 & 15 Uhr, Uni Bielefeld
(um Anmeldung wird gebeten)




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